Die Private Krankenversicherung (PKV) » Grundlagen

Prinzipien der privaten Krankenversicherung

Bei der privaten Krankenversicherung ist für jeden Versicherten ein eigener Beitrag zu zahlen. Dessen Höhe hängt vom Alter, dem Geschlecht, dem gewählten Tarif und dem Gesundheitszustand der versicherten Person ab. Entscheidend ist der Zeitpunkt des Vertragsabschlusses. Die Beiträge werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet und risikogerecht erhoben.


Prinzipien der Krankenversicherung

Durch eine Alterungsrückstellung wird die altersbedingte höhere Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen in der privaten Krankenversicherung berücksichtigt. Die Kalkulation basiert auf der Prämisse, dass die Kosten im Gesundheitswesen stabil bleiben und eine Beitragserhöhung nicht allein wegen des Alterns des Versicherten erfolgt. Dieses Kalkulationsverfahren wird als Anwartschaftsdeckungsverfahren oder Kapitaldeckungsverfahren bezeichnet.


Quelle: Informationsblatt der BaFin gemäß § 10a Abs. 1a VAG


Aufbau der privaten Krankenversicherung

Die private Krankenversicherung setzt sich aus fünf wichtigen Elementen zusammen. Durch diese Elemente lässt sich der Leistungskatalog der PKV gemäß der individuellen Bedürfnisse angepassen bzw. abgestimmen.

Ambulante Leistungen

Im ambulanten Tarif werden die Kosten für Arztbesuche, Medikamente, Heilmittel (wie z.B. Massagen oder Fango) und Hilfsmittel (wie z.B. Sehhilfen oder Hörgeräte) erstattet.

Stationäre Leistungen

Der stationäre Tarif deckt die Kosten, welche durch Unterkunft, Pflege und Behandlung beim Krankenhausaufenthalt entstehen. Sie haben die Wahl, sich für eine Unterbringung im Ein- oder Zwei-Bett-Zimmer mit Chefarztbehandlung, oder für die Unterbringung im Mehr-Bett-Zimmer mit der Behandlung durch einen Stationsarzt zu entscheiden.

Leistungen im Zahnbereich

Im Zahn-Tarif werden die Kosten für Zahnbehandlung, Kiefer-Orthopädie (z.B. Zahnspange) und Zahnersatz übernommen. Bei der Zahnbehandlung besteht die Wahl einer Erstattung zwischen 70% und 100%, beim Zahnersatz, sowie der Kieferorthopädie liegt diese zwischen 40% und 90%.

Krankentagegeld

Der Krankentagegeld sichert den Einkommensausfall bei Krankheit oder Unfall ab. Das Krankentagegeld sollte in Höhe des monatlichen Nettoeinkommens abgesichert werden; eine Überversicherung ist nicht möglich.

Pflegepflichtversicherung

Die Pflegeversicherung ist seit dem 1. Januar 1995 ist eine gesetzlich vorgeschriebene Pflichtversicherung. In der privaten Krankenversicherung ergibt sich der Beitrag nach dem Eintrittsalter und dem Gesundheitszustand; Der Höchstbeitrag in der sozialen Pflegeversicherung (1,7 % des Bruttoeinkommens) darf grundsätzlich nicht überschritten werden. Der Arbeitgeberzuschuss zur Pflegeversicherung ist analog zur Krankenversicherung geregelt.


Vorteile der PKV

Freie Arztwahl

Optimale Behandlungsmethoden

Heilpraktikerleistungen

Zahnersatz

Freie Krankenhauswahl

Chefarztbehandlung

1- oder 2-Bett-Zimmer

Rückerstattung von Beiträgen

Durch Finanzierungsprobleme in der GKV sowie die aktuell diskutierten Reformmodelle ist das Vertrauen der Bürger in das Gesundheitssystem spürbar gesunken. Die PKV gewährleistet die Generationengerechtigkeit und Zukunftssicherung und hat weitere entscheidende Vorteile.

Krankenversicherung Studenten

Für wen lohnt sich die PKV?

Selbstständige / Freiberufler

Beamte

Anwärter / Referendare

Angestellte / Arbeitnehmer

Der Wechsel in die PKV lohnt sich insbesondere für Singles (angestellt oder selbständig / freiberuflich), kinderlose Ehepaare oder Familien mit einem Kind und Beamte (auch Anwärter und Referendare) mit staatlicher Beihilfe. Unsere Übersicht über die Berufsgruppen informiert Sie darüber, ob eine PKV in Ihrem Fall sinnvoll ist.

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